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Vor etwa 200 Millionen Jahren bildete sich am Grund eines Meeres, dessen Gebiet in etwa dem heutigen Tyrrhenischen Meer entspricht, eine riesige Masse von Muscheln, Korallen, Fischgräten, Sand, Schlamm und Kalziumkarbonat, welches durch Regenfälle abgelagert wurde. Diese Restbestände - wenngleich sie auch in Menge und Zusammensetzung anders waren als heute häufte sich nun im Laufe von etwa 170 Millionen Jahren lagenweise zu einer mehreren tausend Metern dicken Sicht an. Aufgrund des enormen Druckes, der auf die Masse ausgeübt wurde, und der extrem hohen Temperaturen, fand eine Metamorphose statt, durch die die Bestandteile nun langsam in Kalkgestein verwandelt wurden.
Durch das Abtreiben der Kontinente fanden vor etwa 20 Millionen Jahren starke Erdstöße (sog. orogenetische Bewegungen) statt, durch die diese Felsenmasse aus dem Meer gehoben wurde, wobei aufgrund der starken Belastungen von Druck und Temperatur unzählige Risse und Spalten hervorgerufen wurden: So entstanden die heutigen Berge.
Das Regenwasser, das auf die stark zerklüftete Oberfläche des Berges niederfällt, dringt sofort in den Untergrund ein, wo die Wasserläufe zusammenfließen und unterirdische Bäche, Sturzbäche und Flüsse bilden. Diese Wasserläufe fließen seit Millionen Jahren durch Risse und Spalten und haben diese langsam erweitert, und so jenes dichte Netz von Schollen, Gängen, Schächten und Höhlenräume dieses großen Höhlensystems gebildet.